
Zur Jury des Wettbewerbs „Stell dir eine neue Welt vor“ zählten bekannte Experten aus den Bereichen Fotografie und Kunst. Juryvorsitzender war Chris Wainwright, Professor für Fotografie und Präsident der ELIA. Die Jury bewertete die eingereichten Fotos gemäß den folgenden Kriterien:
Aus allen teilnahmeberechtigten Einsendungen wurden drei Gewinner gekürt. Die Jury bestimmte außerdem 30 weitere Beiträge, die dann im Rahmen einer Online-Abstimmung für den „Publikumspreis“ zur Wahl standen. Die Ergebnisse werden auf dieser Website veröffentlicht.
Außerdem werden die Siegerfotos gemeinsam mit den Bildern, die es in die engere Wahl für den Publikumspreis geschafft haben, in einer Broschüre und in weiteren Publikationen präsentiert, um sie einem größeren Publikum in Europa und darüber hinaus zugänglich zu machen.

Professor Chris Wainwright ist Direktor der Camberwell, Chelsea und Wimbledon Colleges an der University of Arts London. Er ist außerdem Präsident der ELIA (European League of Institutes of the Arts) und ehemaliger Vorsitzender der National Association for Fine Art Education in Großbritannien. Chris Wainwright ist Mitglied des the Arts and Humanities Research Council, Peer Review College. Er wurde außerdem bis 2011 in das Tate Britain Council berufen.
Das aktive künstlerische Schaffen von Wainwright war vor Kurzem in verschiedenen Ausstellungen zu sehen, unter anderem im Museum of Contemporary Art in Santiago/Chile, in der Donna Beam Gallery in Las Vegas/USA sowie bei ‚Trauma’ im Kulturzentrum im belgischen Brügge.

Elina Brotherus wurde 1972 in Helsinki geboren. Sie arbeitet in den Bereichen Fotografie und Video. Zurzeit beschäftigt sie sich in ihren Arbeiten mit der Beziehung zwischen Mensch und Landschaft sowie dem Blick eines Künstlers auf sein Modell. Ihre aktuellen Werke sind in Einzelausstellungen zu sehen, unter anderem in der Istanbuler Yapi Kredi Kunstgalerie, dem National Art Center in Tokio, der gb agency in Paris sowie dem Centre pour l’image contemporaine in Genf. Weiterhin werden ihre Arbeiten in verschiedenen Gruppenausstellungen präsentiert, unter anderem in der Kunsthalle Friedericanum in Kassel, im MAXXI in Rom, im Kiasma Museum für zeitgenössische Kunst in Helsinki, bei der Biennale von Sydney sowie bei der Istanbul Biennale.
Im Jahr 2008 erhielt Elina Brotherus den finnischen Staatspreis für Fotografie. Für den Ars Fennica Preis 2007 sowie den Citibank Fotografie-Preis 2002 kam sie jeweils in die engere Auswahl. 2005 erhielt sie den Prix Niépce, und 2003 das Carnegie Art Award Young Artist’s Stipendium. Elina Brotherus ist außerdem Autorin von Decisive Days (Kustannus Pohjoinen, Finnland 2002), The New Painting (Next Level, Großbritannien 2005) sowie Études d’après modèle, danseurs (Les éditions Textuel, Paris 2007).

Seit 2006 ist Claude Bussac Direktorin des Internationalen Festivals für Fotografie und Visuelle Künste PHotoEspaña. Sieben Jahre lang war sie als Direktorin für Kunststudien im Casa de Velázquez in Madrid tätig. Zwischen 1996 und 1999 arbeitete sie als stellvertretende Direktorin im Círculo de Bellas Artes. Von 1990 bis 1993 war Claude Bussac Mitorganisatorin beim Herbstfestival der Gemeinde Madrid, beim Internationalen Festival für klassisches Theater in Almagro sowie beim Theater der schönen Künste in Madrid.
Derzeit fungiert sie außerdem als Direktorin des Masterstudiengangs „Cultural Engineering“ an der Europäischen Universität Madrid.
Sie hat einen Abschluss im Bereich Internationale und Europäische Wirtschaftswissenschaften von der Universität Paris I Panthéon-Sorbonne, ein DEES im Fachbereich „Management von kulturellen Institutionen“ der Universität Paris-Dauphine sowie ein DEA im Fach „Sozialer und kultureller Wandel in Europa“.
2005 wurde Claude Bussac vom französischen Kulturministerium als „Ritterin des Ordens für Kunst und Dichtung“ ausgezeichnet.

Im Jahr 1979 begann François Hébel seine Arbeit für das Journal Contact Fnac und als Assistent von Gil Mijangos, Direktor der Fnac-Fotogallerien, dessen Funktion er 1983 übernahm. Als nominierter Direktor der „Rencontres d’Arles“ für den Zeitraum 1986/1987 organisierte er eine Ausstellung von Fotografen der neuen Generation (darunter M. Parr, N. Goldin, A. Leibovitz und S. Salgado), die die 1980er- und 1990er-Jahre prägten.
Zwischen 1987 und 2000 war er Direktor von Magnum Photos Paris and International und fungierte bei zahlreichen Magnum-Büchern als Koautor von Agnès Sire. In dieser Zeit war er auch als Vizepräsident des Verbands der französischen Nachrichtenagenturen und als Verwalter bei der Organisation „Reporters sans frontières” (Reporter ohne Grenzen) tätig.
1993 wurde er vom französischen Kulturministerium gebeten, das Festival „Les Recontres d’Arles“ neu zu definieren; 1996 wurde er zum künstlerischen Leiter der Stiftung CCF/HSBC ernannt.
Nach seiner Funktion als Vizepräsident von Corbis Europe in den Jahren 2000 und 2001 kehrte François Hébel 2001 als Direktor zum Festival „Rencontres d’Arles“ zurück. Neben dieser Tätigkeit ist er momentan auch mit der Koordination des Projekts „Parc des Ateliers“ in Arles beschäftigt, das von der Fondation Luma initiiert wurde.

Vangelis Ioakimidis wurde 1962 in Thessaloniki geboren. Er studierte Fotografie im Fachbereich Kino und Audiovisuelle Medien – Abteilung Fotografie und Bild an der Universität Paris VIII. In den Verlagen Contrejour und Camera Ιnternational sowie im Europäischen Verlagshaus von C. E. C in Paris war er bereits als Produktionsleiter und Manager für internationale Ausgaben tätig.
Als General Commissionaire repräsentierte Vangelis Ioakimidis bei der Biennale von Nizza das Direktorat für Bildende Künste des griechischen Kulturministeriums. Bei zahlreichen Ausstellungen fungierte er als Kurator, unter anderem bei Attitüden und Aspekte der griechischen Fotografie, Der Geist der Religion, Der Geist der Familie und Der Geist der Globalisierung im Zentrum für Fotografie von Skopelos, dessen künstlerischer Leiter er von 2000 bis 2005 war. Seit 2005 ist er Direktor des Fotografiemuseums von Thessaloniki.

Während ihrer 20-jährigen beruflichen Laufbahn hat Orsolya Kőrösi bereits als Topmanagerin im Kulturmanagement sowie im öffentlichen Bereich gearbeitet. Sie hat ihre Kompetenz bisher darauf verwendet, Möglichkeiten für die Adaption positiver ungarischer Beispiele sowie Chancen eines kulturellen Paradigmenwandels in Ungarn zu erörtern. Außerdem beschäftigte sie sich mit kulturellen Leitlinien zu nationalen und internationalen Sachverhalten.
Heute ist Orsolya Kőrösi Geschäftsführerin des Hauses der Ungarischen Fotografie (www.maimano.hu). Sie gründete außerdem die Stiftung FotóFalu Alapítvány (www.fotofalu.hu), in der sie gleichzeitig die Vorstandsvorsitzende ist. Ziel dieses Projekts ist der Erhalt der Werte von ländlichen Gegenden sowie die Stärkung der Mikroregion Cserhát in Nordungarn durch künstlerische Aktivitäten, vor allem durch zeitgenössische ungarische Fotografie. Orsolya Kőrösi ist überdies Vorstandsmitglied von Extremely Hungary (www.extremelyhungary.org). Bei diesem Festival werden das ganze Jahr 2009 über Exponate der zeitgenössischen bildenden, darstellenden und literarischen Künste aus Ungarn in New York und Washington präsentiert.

Klavdij Sluban wurde am 3. März 1963 in Paris geboren und ist ein französischer Fotograf mit slowenischen Wurzeln. Er ist der Gewinner des European Publishers Award for Photography 2009, des Leica Prize 2004 sowie des Prix Niépce 2000.
Klavdij Sluban zeichnet sich durch seine strikte und stimmige Arbeitsweise aus und lässt sich bei seinem Schaffen niemals vom aktuellen Zeitgeschehen oder von Sensationsmeldungen beeinflussen. Er zählt zu den interessantesten Künstlern im Bereich der sogenannten „Autorenfotografie“. Seine Werke werden in führenden Häusern wie dem Tokyo Metropolitan Museum of Photography, dem Maison Européenne de la Photographie in Paris, dem Museum für Fotografie in Helsinki und dem Fine Arts Museum in Kanton gezeigt.
Klavdij Sluban veröffentlichte unter anderem Entre Parenthèses, Transverses und Balkans – Transit, with a text by François Maspero. Darüber hinaus veranstaltet er seit 1995 Fotografie-Workshops mit jungen inhaftierten Straftätern.